Bluthochdruck - unerkannt, unbehandelt und gefährlich Die Gefäße teilen sich in ein Niederdruck- und Hochdrucksystem auf. In Venen des Niederdrucksystems herrscht Blutdruck von mm Quecksilbersäule...
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Bluthochdruck - unerkannt, unbehandelt und gefährlich

Dr. Volker Schmiedel
Habichtswald Klinik
34131 Kassel
Telefon 0561 3108-101
E-Mail schmiedel@habichtswaldklinik-ayurveda.de

Schätzungsweise 15 bis 20 Millionen Deutsche haben einen zu hohen Blutdruck. Etwa jeder Zweite über 65 Jahre alte Mensch ist betroffen. Statistischen Erhebungen zufolge ist nur bei 60 % aller Menschen mit Bluthochdruck dieser auch bekannt. 40 % wissen hingegen nichts davon. Von den Menschen, bei denen er bekannt ist, wird nur etwa die Hälfte behandelt. Von denen, die immerhin behandelt werden, wird aber nur die Hälfte ausreichend behandelt. Das bedeutet unter dem Strich: Von 100 Menschen mit Bluthochdruck werden nur 15 ausreichend behandelt, bei 85 ist er hingegen nicht bekannt, wird gar nicht oder nicht ausreichend behandelt. In diesem zweiteiligen Beitrag wird unser Naturarzt-Autor Dr. Volker Schmiedel Ihnen diagnostische und therapeutische Grundlagen zum Thema nahe bringen.

Anatomie und Physiologie des Blutdruckes

Die Gefäße teilen sich in ein Niederdruck- und ein Hochdrucksystem auf. In den Venen des Niederdrucksystems herrscht ein Blutdruck von nur wenigen Millimetern Quecksilbersäule, in den Arterien des Hochdrucksystems können hingegen Werte von 120 mm, bei Hochdruck auch 180 mm und mehr, ja bei starker körperlicher oder seelischer Belastung sogar Spitzenwerte von 250 mm und darüber erreicht werden.

Was bedeutet ein solcher Blutdruck eigentlich für die Gefäße? Der Druck in den Arterien wird immer noch in mmHg, das heißt "Millimeter Quecksilbersäule" gemessen. Ursprünglich hatten die Blutdruckmeßsysteme tatsächlich einmal eine Quecksilbersäule, deren Höhe mit dem Blutdruck verglichen wurde. Hört der Arzt mit dem Stethoskop keine Blutströmungsgeräusche mehr, so ist das Gefäß vollständig verschlossen. Wird der Druck im Messgerät dann langsam abgelassen, so entspricht der Wert beim ersten hörbaren Geräusch dem systolischen Blutdruck. Dies ist der Druck, mit dem das Herz das Blut in die Hauptschlagader pumpt. Wird der Druck im Gerät weiter verringert, so ist der zweite Blutdruckwert oder der diastolische Blutdruck, dann erreicht, wenn das Blut ungehindert fließen kann. Dies ist der Fall, wenn die Blutdruckmanschette weniger Druck entfaltet als der Gefäßwiderstand ihr entgegensetzt.

Theoretisch könnte der Blutdruck auch mit einer Wassersäule verglichen werden. Da die Geräte dann aber sehr unhandlich wären, hat man sich für das Quecksilber mit seinem spezifischen Gewicht von etwa 13 kg/Liter entschieden. Zur besseren Veranschaulichung wollen wir aber einmal so tun, als wenn es Blutdruckgeräte mit einer Wassersäule gäbe. Ein normaler Blutdruck von systolisch120 mmHg entspräche dann einer Wassersäule von systolisch über 1,50 m. Bei einem hohen Blutdruck von 200 mmHg wären dies sogar über 2,50 m. Würde man eine Arterie mit einem solchen Blutdruck anstechen, so würde das Blut über zweieinhalb Meter in die Höhe spritzen! Dies zeigt, mit welchem enormen Druck das Blut stoßweise in die Arterien gepumpt wird.

Da dies im Durchschnitt etwa 100.000mal am Tag erfolgt - und das ein Leben lang - kann sich jeder leicht vorstellen, welche immensen mechanischen Kräfte die Arterien ständig bewältigen müssen. Wir wissen heute, dass der Prozess der Arteriosklerose, der sogenannten Gefäßverkalkung häufig mit Mini-Verletzungen der Gefäßinnenwand beginnt. Diese werden durch hohen Blutdruck begünstigt. Die Ablagerung von Cholesterin, Fetten, Eiweiß und zum Schluss auch Kalk stellt letztlich einen vergeblichen Heilungsvorgang solcher Verletzungen dar.

Folgekrankheiten des Bluthochdruckes

Das vielleicht größte Problem des Bluthochdruck ist, dass er nicht weh tut und der Betroffene ihn in der Regel gar nicht bemerkt. Lediglich bei plötzlich auftretenden extrem hohen Werten kann es beispielsweise zu Kopfschmerzen, Herzklopfen, Angst, Schwindel, Luftnot oder Herzbeklemmung kommen. Die Folgen eines langjährig bestehenden zu hohen Blutdruckes können Sie aber umso drastischer zu spüren. Die wichtigsten Spätkomplikationen sind:

  • allgemeine Arteriosklerose (besonders wenn Faktoren wie hohes Cholesterin, Diabetes oder Übergewicht hinzukommen)
  • Herzschädigungen wie koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Verschlechterung der Herzleistung, Vorhofflimmern
  • Hirnschädigung, Schlaganfall (hierfür ist der Bluthochdruck der bedeutendste Risikofaktor)
  • Verkalkung oder Aussackungen der Hauptschlagader mit Gefahr des Reißens und Verblutens
  • Nierenschädigung und -versagen
  • Augenschädigung mit Nachlassen der Sehleistung
Wie hoch darf der Blutdruck sein?

Kleiner 140/85 gute Einstellung, bei verdickter Herzmuskelwand kann ein niedrigerer Druck sinnvoll sein.
140/85-160/95 Grenzwertbluthochdruck, engmaschige Kontrollen notwendig, in Abhängigkeit von der Gesamtsituation kann eine Behandlung erforderlich sein
Größer 160/95 manifester Bluthochdruck, dabei sollten Sie es nicht belassen

Welche Ursachen hat der Bluthochdruck?

Wir unterscheiden den sekundären Bluthochdruck, bei dem er als Folge einer anderen Krankheit oder Störung auftritt, vom primären oder essentiellen Bluthochdruck, dessen Ursache letztlich ungeklärt ist.

Ursachen für eine sekundäre Hypertonie (Bluthochdruck) sind:

  • Nierenerkrankungen (z. B. Verengung der Nierenarterie, Zystenniere)
  • Herz-Kreislauf-Erkrankung (z. B. Undichtigkeit der Aortenklappe)
  • Hormonstörungen (z. B. Schilddrüsenüberfunktion, Nebennierentumor)
  • Erkrankungen des Nervensystems (z. B. Hirntumor)
  • Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. Appetitzügler, "Pille", Abführmittel, Cortisonpräparate, manche Psychopharmaka oder Antirheumatika)

Die sekundäre Hypertonie ist aber nur für wenige Prozent der Bluthochdruckerkrankungen verantwortlich. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle handelt es sich hingegen um eine sogenannte essentielle Hypertonie, einen Bluthochdruck unbekannter Ursache. Nichtsdestotrotz gibt es einige Faktoren, die das Auftreten dieser Krankheit begünstigen können:

  • Vererbung: Ist ein Elternteil betroffen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einen Bluthochdruck entwickeln, stark erhöht.
  • Stress: Prüfungen, Lärm, Kränkungen und andere emotional belastende Situationen können kurzfristig oder dauerhaft Ihren Blutdruck erhöhen.
  • Psycho-soziales Umfeld: Soziale Anpassungsprobleme, aggressiv ausgetragene Konflikte oder eine Atmosphäre an der Arbeit, in der Familie oder im Verein mit Ablehnung oder Kritik können zum Bluthochdruck beitragen.
  • Übergewicht: "Dicke" haben dreimal so häufig einen Bluthochdruck wie Normalgewichtige.
  • Salzreiche Ernährung: Etwa 30 % der Bevölkerung (bei Übergewichtigen sind es noch mehr) sind "salzsensitiv", d.h. sie reagieren auf übermäßige Salzzufuhr mit einem Blutdruckanstieg.
  • Genussmittel: Sowohl Alkohol, als auch Nikotin und koffeinhaltige Getränke können zur Blutdrucksteigerung führen.
  • Bewegungsarmut: Regelmäßig durchgeführte Ausdauerbelastungen führen langfristig zu einer Blutdrucksenkung.
Welche Diagnostik ist sinnvoll?

Das erste Mal wird der Hypertoniker, also der Bluthochdruckkranke, meist durch eine Messung beim Arzt, beim Heilpraktiker oder in der Apotheke auf den zu hohen Blutdruck aufmerksam gemacht. Eine Schwalbe macht aber noch keinen Frühling. Oft liegt nämlich ein sogenannter "Weißkitteleffekt" vor. Wenn der Arzt oder die charmante Arzthelferin den Blutdruck misst, ist er vielleicht aus eben diesem Grund erhöht. Als Ruheblutdruck zählt eigentlich nur der Wert, den Sie nach mindestens zehn Minuten Ruhe ohne körperliche Anstrengung oder Aufregung messen lassen.

Noch genauer ist die automatische Langzeitblutdruckmessung über 24 Stunden, die heute als Goldstandard in der Beurteilung des Blutdruckes gilt. Hierbei wird Ihr Blutdruck in 1/4 bis 1/2 stündlichen Abständen (nachts etwas seltener) automatisch gemessen und der Wert gespeichert. Da Sie begleitend ein Protokoll führen müssen, kann der Arzt sehr gut erkennen,

  • wie hoch der durchschnittliche Wert aller Messungen liegt (unter 135/85 mmHg ist gut)
  • ob es nachts zu einer Absenkung kommt (der Blutdruck sollte nachts um 10 bis 15 % absinken)
  • ob Sie bei bestimmten Belastungen (z. B. Bergaufgehen oder psychische Belastungen) mit Blutdruckanstiegen reagieren
  • wie gut gegebenenfalls Medikamente ansprechen.

Ein solches Langzeit-EKG sollte natürlich nicht am Wochenende oder im Urlaub, sondern an einem ganz normalen Arbeitstag getragen werden. Ist der Blutdruck während der Arbeitszeit besonders hoch, dann liegt vermutlich eine stressbedingte sogenannte Arbeitsplatzhypertonie vor.

Nur ein dünner Herzmuskel ist ein guter Herzmuskel!

Eine weitere Untersuchung ist das Echokardiogramm. Bei diesem "Echo", der Vermessung des Herzens mit Ultraschallwellen, kann der Arzt unter anderem die Dicke der Herzmuskelwände bestimmen. Wenn das Herz immer gegen einen hohen Gefäßdruck anarbeiten muss, dann wird der Herzmuskel gewissermaßen trainiert und reagiert mit einer Verdickung. Anders als beim Training der Skelettmuskulatur, wo ein solches Muskelwachstum ja durchaus erwünscht sein kann, ist ein "dicker Herzmuskel" aber alles andere als vorteilhaft. Je dicker der Muskel, desto schlechter wird er mit Sauerstoff versorgt. Da die Herzmuskelwand von außen nach innen durchblutet wird, ist bei einem dicken Muskel die Innenschicht "die letzte Wiese". Sie bekommt dann im Ernstfall zuwenig Sauerstoff ab und wird langfristig geschädigt.

Wenn der Arzt bei Ihnen eine solche Verdickung der Herzmuskelwände (Linksherzhypertophie) feststellt, dann ist "Holland in Not", dann muss ein bestehender Bluthochdruck sehr viel aggressiver gesenkt werden, als wenn der Blutdruck "nur erhöht" ist, aber noch keine Schäden am Herzmuskel hinterlassen hat. Wenn der Blutdruck auf "Normalwerte" oder sogar darunter gesenkt wird, die können sich Wände wieder verdünnen. Meist werden hierzu allerdings blutdrucksenkende Medikamente benötigt. Die Herzscheidewand, das sogenannte Septum, sollte eine Dicke von 12 mm nicht übersteigen

Welchen Wert hat das Belastungs-EKG?

Beim Belastungs-EKG werden Sie und Ihr Herz meist mit Fahrradfahren (Kletterstufe oder Laufband) bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit belastet. Treten hierunter Herzrhythmusstörungen auf, gibt es Hinweise auf einen Sauerstoffmangel im Herzen und wie reagiert der Blutdruck unter Belastung? Dies sind einige der wichtigen Fragen, die nur mit einer solchen kontrollierten Provokation beantwortet werden können.

Ein sonst normaler Blutdruck kann unter körperlicher Belastung manchmal überschießend reagieren. Er steigt dann überdurchschnittlich an. Als Grenzwert gilt ein Wert von systolisch 200 mmHg bei 100 Watt Leistung. Der diastolische Wert sollte hingegen auch bei hohen Belastungen niemals über 100 mmHg ansteigen. Liegt zusätzlich zu erhöhten Ruheblutdruckwerten noch eine solche Belastungshypertonie vor, ist ebenfalls eine forschere Senkung angezeigt.

Manchmal kommt es jedoch auch dazu, dass hohe Ruhewerte sich unter Belastung denen von "Normotonikern" angleichen. Dies spricht eher für einen vegetativ bedingten Blutdruck. Entspannungsübungen und vegetativ ausgleichende Maßnahmen wie pflanzliche Beruhigungsmittel, Sauna, vor allem aber Ausdauersportarten sind dann besonders angezeigt

Weitere Untersuchungen

Manchmal können Untersuchungen zum Ausschluss einer sekundären Hypertonie sinnvoll sein. Diese sind aber nicht bei jedem neu entdeckten Bluthochdruck erforderlich, sondern nur dann, wenn es konkrete Hinweise auf eine der Ursachen gibt. Ein Indiz für einen sekundären Bluthochdruck stellt die ungenügende Nachtabsenkung des Blutdruckes in der Langzeitmessung dar. Eine Diagnostik der Blutsalze, bestimmter Hormone oder auch der Nierenarterie kann dann nötig sein.

Selbstmessung ist unverzichtbar

Als sehr wertvolles Instrument zur Steuerung der Therapie hat sich die Blutdruckselbstmessung erwiesen. Während vor einigen Jahrzehnten dieses einfache und preiswerte Verfahren von konservativen Medizinern schlichtweg abgelehnt wurde ("Das kann der Patient doch gar nicht!"), ist die Blutdruckselbstkontrolle heute gar nicht mehr aus der Diagnostik wegzudenken. Untersuchungen haben ergeben, dass Patienten, die ihren Blutdruck selbst messen, meist eine wesentlich bessere Einstellung der Werte und weniger Folgekrankheiten aufweisen. Wie auch bei der Blutzuckerselbstmessung zeigte sich, dass die Übernahme von Verantwortung durch den Patienten in der Regel größere Vorteile und geringere Risiken bedeutete.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Geräten auf dem Markt. Traditionell erfolgt die Messung an der Armarterie in der Ellenbeuge, inzwischen haben aber auch Geräte, die am Handgelenk angelegt werden, einige Marktanteile erobert. Die Messungen mit diesen Geräten sollen immer noch ungenauer als die Messungen der Ellenbeuge sein. Dafür sind sie einfacher in der Handhabung. Der Patient misst daher öfter mit ihnen.

Ein Patentrezept kann ich Ihnen leider nicht geben. Wichtig ist aber, dass Sie mehrere Geräte ausprobieren sollten. Am besten sollten Sie parallel mit der Arzthelferin und deren geeichtem Standardgerät messen. Kommen Sie dabei mit Ihrem Gerät zu vergleichbaren Ergebnissen und ist das Gerät für Sie persönlich bedienungsfreundlich, dann haben Sie die richtige Wahl getroffen. Viele Geräte zeichnen sich heute durch einen überflüssigen High-Tech-Schnickschnack aus, der die Handhabung nicht selten erschwert, von Ihnen teuer bezahlt werden muss und meist keine Vorteile bringt. Für den Technikfreak kann das Abspeichern der letzten dreißig Messwerte und deren graphische Darstellung natürlich schon interessant sein.

Wie oft sollte gemessen werden?

Das kommt darauf an. Ist der Blutdruck bei Ihnen sehr stabil, reichen vielleicht gelegentlich Messungen von zwei- bis dreimal in der Woche zu verschiedenen Tageszeiten aus. Ist der Blutdruck hingegen sehr schwankend, ist der Bluthochdruck gerade erst entdeckt worden oder werden Sie vielleicht auf ein neues Medikament eingestellt, dann kann es sogar sinnvoll sein, den Blutdruck anfänglich mehrmals täglich zu verschiedenen Gelegenheiten zu bestimmen - etwa direkt nach dem Aufstehen, gegebenenfalls eine Stunde nach der Medikamenteneinnahme, nach einer körperlichen oder seelischen Belastung sowie nach dem Essen, damit Sie ein Gespür dafür bekommen, welche Einflüsse Ihren Blutdruck in welche Richtung beeinflussen.

siehe auch: Literaturhinweise

Hypertonie - Runter mit dem Druck

In diesem Beitrag soll es um die erfolgreiche Senkung eines erhöhten Blutdruckes gehen. Leider wird dieser gefährlichen, für viele Folgekrankheiten verantwortlichen Störung nicht immer die Aufmerksamkeit und die Behandlung zuteil, die sie eigentlich verdient hätte.

Warum wird nicht behandelt?

Blutdruck tut nicht weh. Warum sollte jemand entweder seine Lebensweise drastisch ändern oder gar jahre- oder lebenslang Medikamente nehmen, wenn keine Beschwerden bestehen? Dass das Risiko, einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt oder ein Nierenleiden zu bekommen, deutlich gesenkt werden kann, ist zwar intellektuell erfassbar, der Nutzen einer Senkung ist am eigenen Leib aber nicht unmittelbar spürbar.

Nicht wenige Betroffene wissen zwar um die Gefahr, die vom zu hohen Blutdruck ausgeht. Die potentielle Gefahr, die von den Antihypertonika, den Blutdruckh(a)emmern ausgeht, wird aber nicht selten als noch größer eingeschätzt - gerade auch von naturheilkundlich orientierten Menschen.

Daher sei gleich zu Beginn meine dringende Empfehlung ausgesprochen: Senken Sie Ihren Blutdruck in vernünftige Bereiche (siehe Artikel im vorigen "Naturarzt"). Wenn irgend möglich, sollten Sie dies mit naturheilkundlichen Maßnahmen erreichen. Sollte dies aber nicht gelingen, so zögern Sie nicht, auch konventionelle Medikamente einzusetzen.

Nebenwirkungen der Medikamente gegen Nebenwirkungen des Bluthochdruckes abwägen

Die Liste der Nebenwirkungen im Beipackzettel ist meist lang und bedrohlich. Bei den meisten Anwendern treten diese Nebenwirkungen jedoch nicht oder in einem erträglichen Maße ein. Sind die Nebenwirkungen zu stark, so wählen Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt ein Medikament einer anderen Substanzklasse aus. Es gibt für praktisch jeden Menschen mindestens ein Blutdruckmedikament, welches gut vertragen wird - es sei denn, es liegt eine Phobie gegen synthetische Medikamente vor, dann werden vom Patienten die "Nebenwirkungen" unbewusst "produziert".

Medikamente gegen Bluthochdruck

Beta-Blocker blockieren die Auswirkung von Stress auf das Herz. Blutdruck, Puls und Herzkraft sinken.
Kalzium-Antagonisten erweitern die Gefäße und schützen die Niere.
Diuretika (Entwässerungsmittel) entlasten das Gefäßsystem und das Herz durch eine vermehrte Ausscheidung von Salz und Wasser über die Nieren.
ACE-Hemmer und AT1-Rezeptorenblocker greifen in die Regulation des Hormons Angiotensin ein, welches für die Gefäßspannung verantwortlich ist.
Alpha-Blocker hemmen einen Rezeptor an den Gefäßwänden und führen so zur Gefäßentspannung.

Auf die Vor- und Nachteile der einzelnen Medikamente soll hier nicht näher eingegangen werden, da einige von ihnen im Rahmen der Naturarzt-Serie "Wie wirkt das?" ausführlich thematisiert werden.

Sollte ein sekundärer Bluthochdruck bestehen, so sollte er - wenn möglich - einer ursächlichen Behandlung zugeführt werden. Dies kann beispielsweise die Normalisierung einer Schilddrüsenüberfunktion oder die Entfernung eines Nebenschilddrüsentumors sein.

Naturheilkunde wirkt

Etwa 95 % aller Bluthochdruckpatienten leiden unter einer sogenannten essentiellen Hypertonie, für die es keine fassbare Ursache, aber begünstigende gibt. Dieser lässt sich durch geeignete Naturheilverfahren meist in den Normbereich absenken. Ist dies nicht allein durch natürliche Methoden möglich, so stellen die Naturheilverfahren dennoch eine Unterstützung einer gegebenenfalls erforderlichen schulmedizinischen Therapie dar. Die einzelnen Verfahren sollen hier ausführlicher dargestellt werden.

Ordnungstherapie/Psychosomatik

Bluthochdruckpatienten leiden nicht selten an geringer Selbsteinschätzung. Sie stellen oft hohe Anforderungen an sich selbst ("setzen sich unter Druck"), sind sehr fleißig und leistungsorientiert. Oftmals werden auch Konflikte nicht offen ausgetreten und schwelen im Verborgenen weiter. Manchen Patienten läuft aber auch "die Galle über" (Choleriker), was zur Entwicklung und Verstärkung des Bluthochdruckes beiträgt.

Wenn Sie sich hier wiederfinden, so sollten Sie lernen, Konflikte nicht um jeden Preis zu vermeiden, sie gegebenenfalls offen und angemessen, aber nicht mit übertriebener Wut auszutragen. Entspannungstherapien wie Yoga, Autogenes Training oder Muskelentspannungstraining nach Jacobson können sehr hilfreich sein. Fatal ist, dass gerade die rationalen, stressanfälligen Hypertoniker von diesem "meditativen Quatsch" nicht besonders viel halten.

Seien doch Sie offen (Enge im Denken verengt auch das Herz und die Gefäße), probieren Sie Entspannungstechniken doch einmal für einige Wochen aus - in jeder Volkshochschule kann man diese Techniken heutzutage für wenig Geld und mit geringem Aufwand erlernen. Der größte Widerstand ist nur "Ihr eigener Schweinehund". Sie werden merken, dass es nicht nur Ihrem Blutdruck, sondern dem ganzen Menschen (und der Umgebung vielleicht auch) besser gehen wird, wenn Sie entspannter und ausgeglichener sind.

Werden Sie sich auch bitte über Ihre negativen Gefühle klar. Sind wirklich alle anderen außer Ihnen Idioten, die nichts können und ständig falsch entscheiden? Können Sie wirklich keine Verantwortung (Macht) abgeben? Nicht derjenige ist der Beste, der alles selber kann und macht, sondern der die richtigen Leute in seinem Team um sich schart und den richtigen Leuten die richtigen Aufgaben in deren eigener Verantwortung überlässt (das trifft für den Betrieb, die Familie, den Verein usw. zu).

Oder hat dieser Themenbereich für Sie gar keine so große Bedeutung? Vielleicht ist bei Ihnen die richtige

Ernährung

viel wichtiger. Sind Sie übergewichtig, trinken gern einmal ein Gläschen (auch hin und wieder eines zuviel) und essen lieber Schnitzel mit Pommes als Lachs mit Salat? Dann ist eine Ernährungsumstellung für Sie bestimmt angebracht:

  • Meiden Sie Kochsalz (besonders wenn Sie übergewichtig sind). Die Kochsalzfrage wird zwar meist übertrieben, aber einige sprechen auf eine Kochsalzreduktion recht gut an. Gesalzene Erdnüsse und Paprikachips sind dann natürlich tabu (da freut sich auch der Bauch). Aber auch Fleisch, Wurst und Käse sollten Sie dann deutlich reduzieren, denn diese Lebensmittel schmecken nur, wenn sie reichlich Salz enthalten. Natriumreiche Mineralwässer müssen Sie übrigens nicht meiden, da diese den Blutdruck nicht erhöhen.
  • Wichtiger noch als Salz zu meiden, ist eine gemüsereiche Kost. Diese enthält viel Kalium, den natürlichen Gegenspieler des Natrium im Salz-Wasser-Haushalt. Auch Salate und Frischkornbrei können Sie bei guter Verträglichkeit reichlich zuführen.
  • Ernähren Sie sich omega-3-fettsäurereich. Omega-3-Fettsäuren sind gesunde, hochungesättigte Fettsäuren, von denen wir normalerweise zuwenig in der Nahrung haben (besonders im Vergleich zu den Omega-6-Fettsäuren). Das Verhältnis der beiden Fettsäuren Omega-3:Omega-6 sollte etwa 1:3 bis 1:5 betragen. Dies erreichen wir nicht, wenn wir gelegentlich ein Omega-3-Ei oder Omega-3-Brot verzehren. Diese nachgewiesenermaßen blutdrucksenkenden Fettsäuren finden wir in fetten Kaltwasserfischen (z.B. Lachs, Hering, Thunfisch, Makrele) und im Leinöl (in geringeren Mengen auch in Hanf-, Walnuss-, Raps-, Weizenkeim- und Sojaöl). Täglich eine Portion Fisch oder ein Esslöffel Leinöl sind eine gute Basis.
  • Auch das Anti-Streßmineral Magnesium - in allen grünen Gemüsen und Salaten sowie in Vollkornprodukten enthalten - kann zur Blutdrucksenkung beitragen.
Nahrungsergänzungen

Unterstützend können auch bestimmte Vitamine und Mineralstoffe in höherer Dosierung, als wir sie üblicherweise mit der Nahrung zu uns nehmen, zur Blutdrucksenkung beitragen. Die folgenden Substanzen haben eine nachgewiesene Wirkung:

  • Magnesium 300-400 mg täglich
  • Kalzium ca. 1 g täglich
  • Vitamin C ca. 1 g täglich
Heilfasten

1 kg Reduktion entspricht einer durchschnittlichen Senkung von 1-2 mmHg. Mit dem Heilfasten nach Buchinger können Sie in so kurzer Zeit eine so starke Blutdrucksenkung erzielen, dass der Blutdruck - insbesondere an den ersten Tagen - teilweise dramatisch sinkt. Sollten Sie blutdrucksenkende Medikamente einnehmen, so sollten Sie diese unter fastenärztlicher Aufsicht mit Fastenbeginn deutlich reduzieren oder sogar ganz absetzen. Die blutdrucksenkende Wirkung kommt im Fasten hauptsächlich durch starke Salz- und Wasserverluste (ähnlich einer Wassertablette), später auch durch Entspannungseffekte im Sinne einer Harmonisierung des vegetativen Nervensystems zustande.

Nach Fastenende kann es wieder zu einem gewissen Blutdruckanstieg kommen, die Werte sind aber deutlich besser als vor dem Fasten. Sollten doch wieder Medikamente eingenommen werden müssen, so ist die Dosis jedoch meist wesentlich niedriger als vorher.

Auch einzelne eingestreute Entlastungstage (z .B. ein Obst-, Saft- oder Reisstag pro Woche) können über eine Entwässerung und Entsalzung des Körpers bereits zu einer messbaren Blutdrucksenkung führen.

Bewegungstherapie

Schauen Sie lieber die Sportsenkung "ran" oder gehen Sie lieber selbst sportlich "ran"? Bewegungsmuffel können mit Ausdauersportarten wie Gehen, Wandern (heute heißt das ja attraktiver "Walking" bzw. "Powerwalking" - macht nichts, Hauptsache Sie bewegen sich!), Laufen oder Radfahren nachhaltig ihren Blutdruck senken. Bewegungstherapie wirkt dabei wie ein Beta-Blocker, ohne mit den Nebenwirkungen von Beta-Blockern behaftet zu sein! Blutdruck und Herzfrequenz gehen zurück, Stressbelastungen wirken sich nicht mehr so auf das Herz aus, im Gegensatz zum Beta-Blocker nimmt die körperliche Leistungsfähigkeit aber zu, ebenso verbessern sich die Fettwerte und das Körpergewicht geht zurück.

Ganz wichtig ist das Einhalten der Anforderungen an ein angemessenes Ausdauertraining:

  •  Regelmäßig, mindestens zwei- bis dreimal in der Woche, am besten sogar täglich
  • Mindestens zwanzig Minuten gleichmäßig am Stück, besser sogar dreißig oder sechzig Minuten
  • Moderate körperliche Belastungen mit etwa 2/3 der ohne Symptome bewältigten Maximalbelastung (dies kann aus dem Belastungs-EKG errechnet werden.
Physikalische Therapie

Aus dem Bereich der Physikalischen Therapie wirken Kohlendioxidbäder blutdrucksenkend. Aber auch beruhigende Vollbäder, sofern das Herz dafür ausreichend belastbar ist, mit Zusätzen wie Lavendel, Melisse oder Baldrian sind hilfreich. Wechselwarme Güsse oder Waschungen senken den Bluthochdruck. Auch ansteigende Arm- oder Fußbäder (bis 39° C) sind angebracht.

Wenn Sie zweimal wöchentlich in eine Sauna gehen, dann tun Sie langfristig etwas besonders Gutes für Ihren Kreislauf. Die warme trockene Luft dehnt die Gefäße aus, was zu einer Blutdrucksenkung führt. Dabei müssen Sie jedoch einige Punkte beachten:

Der Blutdruck sollte gut eingestellt sein. Mit einem akuten Wert von systolisch 180 oder mehr oder von diastolisch 110 mmHg oder mehr sollten Sie nicht die Sauna besuchen.

  • Wenn der Blutdruck mit Medikamenten - besonders mit gefäßerweiternden Substanzen - zu gut eingestellt ist, so kann es zu einer übermäßigen Absenkung des Druckes mit Kollapsgefahr kommen.
  • Auf keinen Fall dürfen sich Hypertoniker nach der Sauna plötzlich kalt abkühlen. Beim Sprung ins Tauchbecken können Blutdruckwerte von über 300 mmHg auftreten! Ein gesundes, elastisches Gefäßsystem hält dies aus, möglicherweise aber nicht die bereits vorgeschädigen Arterien des Blutdruckkranken. Langsames Abkühlen der einzelnen Körperteile nacheinander innerhalb von 1-2 Minuten ist aber möglich und notwendig.
Pflanzenheilkunde

Von pflanzlichen Heilmitteln kann man sich beim Blutdruck im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen keine sehr ausgeprägten Effekte erwarten. Hier sind allenfalls Senkungen um einige Millimeter Quecksilbersäule denkbar. Vielleicht sprechen Sie aber besonders gut darauf an. Probieren Sie ein gut dosiertes Weißdornpräparat aus (z. B. Crataegutt® forte, Regulacor® oder Crataegus Verla® Filmtabletten). Manche Hypertoniker sprechen auch auf Mistelpräparate an (z.B. Viscysat® Bürger Tropfen oder Misteltropfen Curarina). Pflanzliche Kombinationspräparate sind beispielsweise Ascoviscum® N Tropfen/Kapseln oder Antihypertonikum S Schuck.

Homöopathie

Von der Homöopathie können Sie dann gute Effekte erwarten, wenn das Arzneimittel genau zu Ihrem Krankheitsbild passt. Das homöopathische Mittel, welches jeden Blutdruck gut zu senken in der Lage ist, gibt es leider nicht. Hier sind einige Beispiele angegeben und mit Dosierungsempfehlungen in einer Tiefpotenz versehen. Wenn eines dieser Mittel bei Ihnen passt, sollten Sie es dreimal täglich als Tropfen oder Tabletten einnehmen. Eine konstitutionelle homöopathische Behandlung mit einer Hochpotenz ist möglicherweise auch imstande, den ganzen Menschen so ins Gleichgewicht zu bringen, dass auch der Blutdruck normalisiert wird. Eine solche Behandlung sollte aber dem erfahrenen homöopathischen Arzt oder Heilpraktiker vorbehalten bleiben. Hier die Beispiele für die Selbstmedikation:

  • Aconitum D6: besonders bei einer Blutdruckkrise mit hartem Puls, Angst und Unruhe. In der Krise nehmen Sie dieses Mittel alle paar Minuten ein.
  • Arnica D4: bei Bluthochdruck mit hochrotem Gesicht, Nasenbluten, Ohrensausen.
  • Aurum D6: passt häufig bei älteren Menschen mit Angst, Unruhe und vor allem Traurigkeit.
  • Barium jodatum: bei arteriosklerotischem Bluthochdruck mit Schwindel, Gedächtnisschwäche und Schlaflosigkeit. Es wirkt oft erst nach mehreren Wochen und dann auch weniger auf die objektiven Blutdruckwerte als auf das subjektive Befinden.
  • Secale D6: bei Kältegefühl und Ameisenlaufen der Extremitäten, Blutungsneigung (Nase), migräneartigen Kopfschmerzen.
Ausleitung senkt den Blutdruck

Zum Schluss noch zwei ausleitende Verfahren, nämlich das blutige Schröpfen über den entsprechenden Reflexzonen und der Aderlass aus der Vene. Beides hat eine gute blutdrucksenkende Wirkung, wenn der Patient "vollblütig", also ein rotes Gesicht mit Blutandrang hat. Im Blutbild zeigt sich dann oft ein hoher Hämatokrit, d.h. ein großer Anteil der roten Blutkörperchen. Ein solches Blut ist meist sehr viskös und lässt sich nur schwer durch die Gefäße pumpen, eben nur "mit einem hohen Druck". Der Körper benötigt den Bluthochdruck geradezu, um die Gewebe ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Tritt hier eine Entlastung durch einen Blutverlust und anschließende Blutverdünnung ein, so kann das Herz das Blut viel leichter transportieren und kommt mit einem geringeren Druck aus.

Besonders Frauen, die in den Wechseljahren einen Bluthochdruck entwickeln, können von einer solchen Ausleitung profitieren, da der "natürliche Aderlass der Menstruation" so nachgeahmt wird. Gelegentliche, wöchentliche, kleine Schröpfungen oder Aderlässe (100-200 ml) bewirken manchmal wahre Wunder. Diese ausleitenden Verfahren sollten natürlich nur von darin erfahrenen Therapeuten unter gelegentlicher Kontrolle mittels Blutbild
durchgeführt werden.

Die Ayurvedische Pancha-Karma-Kur

Ganz zum Abschluss noch etwas ganz Besonderes: Ein umfassendes Heilsystem wie der fünftausend Jahre alte Ayurveda hat ein ganzheitliches Kurverfahren entwickelt, in dem verschiedene Heilverfahren kombiniert werden. Ernährung, Physikalische Therapien, Entspannungstherapien und Ausleitung werden so zu einem sinnvollen Ganzen, welches nicht nur die Seele ins Gleichgewicht bringt, sondern auch den Blutdruck häufig normalisiert.

Das Panchakarma beginnt mit einem mehrtägigen Trinken von Ghee, der geklärten Butter, zum Frühstück und einer leichten, fastenähnlichen Kost. Nach einigen Tagen kommt es dann zu einer großen Ausleitung mit einem Abführmittel (selten bei geeigneter Konstitution auch mit einem Brechmittel). Anschließend werden abwechselnd nährende und ausleitende Einläufe durchgeführt. Parallel dazu finden vegetativ entspannende Massagen statt, die nichts mit dem hierzulande manchmal üblichen "Durchkneten" zu tun haben. Harmonisierende Yoga-Übungen runden das Ganze ab. Für eine Pancha-Karma-Kur sollten Sie sich aber Zeit nehmen. 11 Tage sind das Mindeste, besser sind 14, noch besser 21 Tage. Hierunter konnten schon viele Hypertoniker ihre Blutdruckmittel reduzieren oder ganz absetzen.

Welches Verfahren für wen?

Vielleicht kommen Sie schon mit einem der oben angegebenen Naturheilverfahren aus und können einen normalen Blutdruck erreichen, der ihnen bei guter Lebensqualität zu einem langen Leben verhilft. Sind Sie übergewichtig, so sind Heilfasten und anschließend eine geeignete Ernährung möglicherweise genau das Richtige für Sie. Sind Sie eher ein "Stress-Man", so sollten Sie eher die ordnungstherapeutischen Hinweise beachten.

Viele Hypertoniker benötigen aber eine Kombination mehrerer der angegebenen Verfahren. Je mehr der Hinweise sie berücksichtigen und je konsequenter Sie dies tun, umso größere Erfolge werden Sie erzielen. Gegebenenfalls benötigen Sie aber auch die Unterstützung eines erfahrenen Naturheilkundlers, der Ihnen bei der Auswahl und der Durchführung der geeigneten Methoden weiterhilft.

Ganz wichtig: Wer heilt, hat recht! Aber nur wer überprüfbar heilt, hat langfristig Erfolg. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Darum sollten Sie unbedingt mit den im ersten Teil des Beitrages beschriebenen diagnostischen Verfahren den Behandlungserfolg objektiv überprüfen. Haben Sie etwa in der Langzeit-Blutdruck-Messung einen Durchschnittswert von 118/79 mmHg, so können Sie sich gratulieren. Ist der Wert hingegen bei 154/93 mmHg oder kommt es im Belastungs-EKG bei 100 Watt zu einem Anstieg auf 220/110 mmHg, so können Sie sich damit noch nicht zufrieden geben. Dann sollten Sie das Programm intensivieren, möglicherweise benötigen Sie aber auch die Hilfe eines Antihypertonikums - zumindest vorübergehend.

Einmal Blutdruckmittel bedeutet keineswegs immer Blutdruckmittel! Ich habe schon bei so vielen langjährigen Hypertonikern die Medikamente deutlich reduzieren, manchmal sogar ganz absetzen können, dass ich guten Gewissens sagen kann: Es lohnt sich immer, mit Naturheilverfahren den Bluthochdruck zu behandeln. Bleiben Sie bei allen Bemühungen aber immer gelassen und optimistisch. Machen Sie sich gerade bei der Blutdrucksenkung keinen unnötigen Druck. Viel Erfolg!

Literatur:
Schmiedel/Augustin: Handbuch Naturheilkunde, Kap. Bluthochdruck
Martin/Middeke/Pospisil/Völker: Bluthochdruck senken ohne Medikamente
Koch, L.: Bluthochdruck bei Frauen
Undeutsch: Bluthochdruck - vorbeugen und behandeln

Dieser Artikel erschien in der Zeitschrift "Der Naturarzt". Wir danken dem Access-Verlag für die freundliche Genehmigung zum Abdruck.
www.naturarzt-access.de

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